Unser Sozialtopf

Fragen an Sabine Kümmerle

Wie lange gibt es den Sozialtopf schon?

Acht Jahre.

Im Sozialtopf stehen jährlich 5.000,- Euro zur Verfügung. Wozu sind die genau gedacht?

Im Moment gibt es im Detail noch keine genaue Definition, wofür der Sozialtopf genutzt werden kann. Josefine Kerzel und Milena Cantzler entwickeln gerade eine Konzeption dafür. Menschen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, an Veranstaltungen der Sektion teilzunehmen oder den Mitgliedsbeitrag zu zahlen, können uns anschreiben. Dann 
wird es im Vorstand besprochen und meist positiv beschieden. Es ist ein unbürokratischer Vorgang, da werden keine Einzelnachweise angefordert. Wir greifen auch auf die Erfahrungen der JDAV zurück. Die hat ihren eigenen Sozialtopf, das ist eins zu eins gespiegelt für junge Menschen das gleiche Angebot. Dort wurde die Erfahrung gemacht, dass sich tatsächlich nur Jugendliche melden, die die finanzielle Unterstützung wirklich brauchen, und bis jetzt wurde kein Missbrauch festgestellt.

Wurde der Sozialtopf in den vergangenen Jahren ausgeschöpft?

Nein, er wurde nicht ausgeschöpft. Es kommen wenige Anfragen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass es schon andere Regelungen und Vergünstigungen gibt, z. B. für Studierende den Studi-Rabatt. Aber vereinsintern könnte es bekannter sein und es darf auch nach außen getragen werden an Menschen, die nicht von den bereits vorhandenen Vergünstigungen profitieren würden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man die Unterstützung bekommt?

Es gibt zurzeit keine formellen Voraussetzungen. Entsprechend reicht auch ein formloses Anschreiben an die Geschäftsstelle.

Wie oft wurden Gelder aus dem Sozialtopf schon in Anspruch genommen?

Es sind eine Handvoll Anfragen pro Jahr, die in der Regel bewilligt werden.

Wie erfahren Menschen von diesem Angebot, d. h. wie niederschwellig ist das?

Über die Vereinsveröffentlichungen wie zum Beispiel das bergwärts. Aber auch im Newsletter, den die Mitglieder bekommen, ist es ab und zu benannt.

Gibt es Wünsche oder bereits konkrete Ideen seitens der Geschäftsführung, aber auch des Vereins, z. B. des Inklusionsreferats, wie die Hürde für Interessierte, die Gelder in Anspruch zu nehmen, gesenkt werden kann?

Im Zug der gesamten konzeptionellen Weiterentwicklung, bei der der Rahmen des Sozialtopfs erfasst und beschrieben werden soll, werden noch weitere Möglichkeiten besprochen, wie das Angebot noch weiter nach außen getragen und kommuniziert werden könnte, sodass die Hürde, es in Anspruch zu nehmen, möglichst gering ist. Auf jeden Fall 
sollen auch im nächsten Jahr wieder 5.000 Euro dafür bereitstehen.

Helia Schneider

Info

Interessierte können eine E-Mail schreiben an: info@dav-freiburg.de